Aus einem Artikel in der Zeit
Eindeutig nimmt dagegen die Ungleichheit der Einkommen zu, wenn man die Verteilung auf die Haushalte betrachtet. Diese Entwicklung hat sich gerade in jüngster Zeit verschärft. Etwa bis zum Jahr 2000 wurden die Reichen reicher, aber die Zahl der Personen in den untersten Einkommensklassen wuchs nicht. Jetzt gilt das Gegenteil, die Kluft zwischen Arm und Reich wird seit einigen Jahren wieder größer. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) drückt es plakativ so aus: »Mehr Armut durch steigende Arbeitslosigkeit.«
Was mag sich der Autor bei den beiden fettgedruckten Zeilen gedruckt haben? Auch nach reichlich Gehirnakrobatik in schwindelerregender Höhe, ist es mir nicht gelungen, das zu ergründen. Vielleicht kann mir bzw. dem Autor jemand helfen?
update: Nachdem ich den Autor des Artikels angeschrieben hatte, weil mich die erwähnte Information schon interessierte, war Herr Schmid so freundlich mir die Intention seiner Aussage in einer Antwort-E-Mail zu erläutern. Ich habe ihn nun so verstanden, dass die niedrigsten Einkommen bisher zunahmen, aber das mittlerweile nicht mehr der Fall ist. Als alternative Darstellung des Sachverhalts bot er mir an: “Bis 2001 lag der Anteil des ärmsten Fünftels der Bevölkerung am gesamten Einkommen knapp unter zehn Prozent; 2002 sackte dieser Anteil auf 9,3 Prozent ab. Gleichzeitig erreichte übrigens der Anteil des reichsten Fünftels an allen Einkommen eine Höchstmarke von 36,4 Prozent.”
