Vlad nötigt mich ein paar Fragen über meine literarischen Vorlieben zu beantworten. So sei es:
Welches Buch hat es aus deiner Sicht verdient auswendig gelernt zu werden?
Na, das geht dann doch zu weit. Die Zeit die man da investieren würde, verbringt man besser mit interessanteren Tätigkeiten.
Leidest du mit den Charakteren im Buch?
Eher nicht, ich tausche zwar gerne in Bücher ein und vergesse auch mal Zeit und Umgebung, aber ansonsten bleiben die Grenzen zwischen Realität und Fiktion stabil genug. ;)
Was hast du als letztes Buch gekauft?
Das letzte nicht-Fiktion Buch ist “Survival is not enough – Why smart companies abandon worry and embrace change” – etwas zu guru-haft, aber einige interessante Ideen. Der letzte Roman liegt schon etwas länger zurück, es war “Shadow Puppets” von Orson Scott Card, das vorletzte Buch aus der zweiten Ender-Reihe.
Das letzte Buch, was du gelesen hast?
“Component Software”. Aber der letzte Roman war “Die Stadt der träumenden Bücher” von Walter Moers. Dessen Romane haben die ganze Epische Breite und phantasievolle Vielfalt von bspw. Tolkien, aber ohne das geschwülstige, langatmige und langweile – man muß schon acht geben, dass man sie nicht am Stück durchliest. Parallel dazu habe ich “The Curious Incident of the Dog in the Night-Time” von Mark Haddon gelesen, ein Buch aus der Perspektive eines autistischen Jungen, ebenfalls sehr empfehlenswert.
Welches Buch liest du gerade?
Die Fachbücher lasse ich mal aus gutem Grund weg (die Uni, die Uni…). Ansonsten lese ich gerade “The man who knew infinity”, eine Biographie über Ramanujan, einen der genialsten Mathematiker des letzten Jh., dessen Aufzeichnungen noch heute von Mathematikern entschlüsselt werden. Und “Hedef Türkiye” von Oktay Sinanoglu, der bereits im Alter von 28 Jahren in Yale Professor wurde (der jüngste in der Geschichte Yales).
Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?
Das älteste ist wohl “Beowulf”, geschrieben im 11 Jh.( :P ), was ich allerdings niemanden empfehlen würde ohne einen Lehrer der es versteht dem ganzen auch Leben einzuhauchen; nicht dass es der Handlung daran mangeln würde (ganz im Gegenteil, es ist ein Heldenepos – der übrigens Tolkien sehr inspiriert hat), aber die Sprache, oh, die Sprache…
Zu denen die ich am liebsten mag, gehören wohl die Schachnovelle (1914) von Stefan Zweig und Stiller (1954) von Max Frisch. Beiden Büchern merkt man ihr Alter nicht einmal ansatzweise an.
Welches Buch hast Du mehr als 2 Mal gelesen?
Zuviele um sie aufzuzählen. “Ender’s Game” von Orson Scott Card und “Mein Herz so weiß” von Javier Marias gehören wohl zu denen die ich am häufigsten gelesen habe.
Fünf Bücher, die du auf einer einsamen Insel zurücklassen würdest.
Schlechte Bücher verdränge bzw. vergesse ich idR. sehr schnell. Daher keine Antwort aus direkter Erfahrung, aber nach allem was ich gehört habe, steht die Left Behind -Reihe ganz oben auf der Liste, ein “apokalyptischer Endzeit Thriller in dem Jesus zurückkehrt um alle abzuschlachten die keine born-again Christen sind” (Zitat von NY-Times columnist Nicholas Kristof).
Wenn man Dich 3 Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur 3 Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?
“Mein Herz so weiß” (Javier Marias), “Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” (Walter Moers) und “Speaker for the Dead” (Orson Scott Card).
Welche Kinderbücher magst du noch?
An “Der kleine Prinz” kommt man wohl nicht vorbei (obwohl ich das erst mit > 20 gelesen habe). Und Walt Disney’s “Lustige Taschenbücher” habe ich lange Jahre mit großer Freude gelesen und wenn ich heute nochmal eins in die Finger bekomme, dann verschmähe ich es ebenfalls nicht (allerdings mehr aus nostalgischen Gründen).
Ich verpasse Helge, Daniel und Grabic einen Hieb mit dem Literaturstock. ;)
